



CMD-Diagnostik und -Therapie ist etwas für Spezialisten!
Craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD) sind Störungen der Funktion des Kauorgans zwischen Schädel (Cranium) und Unterkiefer (Mandibula). Konkret gestört ist dabei das Zusammenspiel zwischen den Kiefergelenken, den Kaumuskeln und den Zähnen. In der Folge entstehen entweder Schmerzen oder Funktionsbeeinträchtigungen in den betreffenden Geweben.
Symptome für eine CMD mit Beteiligung der Kiefergelenke
Folgende Symptome weisen nach der Begriffsbestimmung der DGFDT als zuständiger Fachgesellschaft darauf hin, dass Sie an einer CMD leiden:
- Störungen im Verlauf der Kieferöffnungsbewegung, speziell beim Sprechen, Singen oder beim Kauen;
- Mundöffnungseinschränkungen (Mund geht nicht mehr so gut und weit auf wie früher);
Kiefergelenkgeräusche in Form von Gelenkknacken oder Reibegeräuschen; - Schmerzen im Gesichtssbereich;
- Kiefergelenkschmerzen (leicht verwechselbar mit - vermeintlichen - „Ohrenschmerzen“).
Symptome für eine CMD mit Beteiligung der Muskulatur
Schmerzen im Gesichtsbereich, speziell im Bereich der Wangen und Schläfen, sind oft Hinweise auf muskuläre Dysfunktionen im Sinne einer CMD. Teilweise treten diese Schmerzen nicht am Ort der Muskeln auf, sondern weichen davon ab („übertragener Schmerz“ bzw. „referred pain“):
- Schmerzen an den Zähnen, in Ruhe oder beim Kauen, im Ober- und Unterkiefer;
- Störungen im Zusammenbiss in Ruhe und/oder beim Reiben der Zähne gegeneinander;
- Kopf- oder Nackenschmerzen.
Videoanimation: Entstehung einer CMD Überlastung der Kaumuskulatur und dadurch bedingten Schmerzen innerhalb der Kaumuskeln und - als übertragener Schmerz - jenseits der Muskelbäuche (Video: PD Dr. Ahlers/Alila Medical)
Selbsttest auf das Vorliegen einer CMD
Möchten Sie selbst testen, ob Sie an einer CMD leiden?
Ein Team vom CMD-Centrum Hamburg-Eppendorf um PD Dr. Ahlers hat dafür schon vor über 20 Jahren den CMD-Kurzbefund (CMDcheck) entwickelt. Mittlerweile ist dieser zum zahnärztlichen Standard für das CMD-Screening geworden; die Rechtsprechung verlangt ihn vor der Behandlung mit Zahnersatz (OLG München II, Urteil vom 18.01.2017, Az.: 3 U 5039/13). Sie finden eine Version für Patienten auf der Website der Initiative ProDente.
Wer behandelt CMD - und wann brauchen Sie Spezialisten?
In einfachen Fällen bleiben CMD auf Überlastungen der Kaumuskulatur beschränkt und gehen von selbst zurück oder bessern sich nach zahnärztlicher Behandlung mit einer normalen „Knirscherschiene“.
Wenn Schmerzen nicht von selbst oder nach Behandlung mit einer Knirscherschiene zurückgehen oder wenn Funktionsstörungen hinzukommen, wie Bewegungsstörungen der Kiefergelenke oder gar Blockierungen der Mundöffnung, oder bei ungleichmäßiger Abstützung der Zähne wird die Situation komplizierter.
Für solche Situationen gibt es CMD-Spezialisten mit besonderen Kenntnissen in der Diagnostik und Therapie von craniomandibulärer Dysfunktionen, die durch die Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie (DGFDT) als zuständiger Fachgesellschaft geprüft sind.
CMD-Diagnostik: spezielle Untersuchungsverfahren
CMD-Spezialisten stehen spezielle Untersuchungsverfahren zur Verfügung. Hiermit lässt sich die individuelle Situation sehr genau bestimmen, als Grundlage einer qualifizierten Therapieentscheidung. Zu den meisten dieser Verfahren liegen mittlerweile Leitlinien oder wissenschaftliche Mitteilungen der Fachgesellschaften vor. Fast alle sind und unter Beteiligung von PD Dr. Ahlers als Spezialist aus dem CMD-Centrum Hamburg-Eppendorf entstanden (nachfolgend mit einem * gekennzeichnet). Lehrbücher beschreiben die genaue Vorgehendweise für die Fachwelt.
- Klinische Funktionsanalyse*^
- Manuelle Strukturanalyse*^
- Erfassung orthopädischer und psychischer Co-Faktoren mittels spezieller Tests*^
- Schädelbezügliche Übertragung der Oberkieferposition*
- Kieferrelationsbestimmung in habitueller Okklusion*
- Zentrische Kieferrelationsbestimmung*^
- Kondylenpositionsanalyse zur vergleichenden Messung der verschiedenen Kieferpositionen*^
- Kondyläre Bewegungsaufzeichnung zur individuellen Einstellung von Kausimulatoren*
- Computergestützte kondyläre Bewegungsanalyse zur Beurteilung der Bewegungskoordination*
- Auswertung von Magnetresonanztomogrammen der Kiefergelenke mit speziellen Positionierungsschablonen
Computergestützte Diagnoseauswertung.^
Legende
* Verfahren sind in aktuellen Leitlinien unter Beteiligung von PD Dr. Ahlers aus dem CMD-Centrum Hamburg-Eppendorf beschrieben;
^ Verfahren sind in Standardlehrbücher aus unserem Team beschrieben.
CMD-Therapie: individuell, je nach Situation
Erst auf der Grundlage der jeweiligen Untersuchungen ist eine individuelle Funktionstherapie möglich. Dafür stehen uns im stehen uns im CMD-Centrum Hamburg-Eppendorf alle modernen Behandlungsmittel zur Verfügung, teils in Kooperation mit Spezialistinnen anderer Einrichtungen.
Hierzu zählen folgende Verfahren
- Okklusionsschienen - in allen möglichen verschiedenen Gestaltungsvarianten, hergestellt aus verschiedenen Materialien mit planen oder speziell adjustierten Kauflächen und eingestellt in zuvor diagnostisch ermittelte Kieferpositionen;
- die begleitende Überwachung der mit den Okklusionsschienen eingenommenen Kieferposition und des Funktionszustandes und bei Bedarf deren Anpassung;
- spezielle angepasste Physiotherapie und manuelle Therapie;
- orthopädische Stabilisationstherapie zur Reduktion der Muskelanspannung im Kauorgan;
- Logopädie zur Veränderung pathologischer Zungenaktivität;
- Biofeedback und Entspannungsübungen zur Tonusreduktion der Kaumuskulatur;
- Injektion von Lokalanästhetika zur vorübergehenden Ausschaltung der Muskelanspannung oder von Botulinum-Toxin („Botox“) zur langfristigen Reduktion der Muskelspannung in den Kaumuskeln;
- kieferchirurgische Interventionen zur Behandlung therapieresistenter Gelenkentzündungen;
- in seltenen Fällen ergänzende zahnärztliche-restaurative und/oder kieferorthopädische Weiterbehandlungen zur Anpassung der Okklusion und der Zahnstellung an veränderte Einstellungen der Kiefergelenke.
Fachlich sind Sie bei uns an einer der ersten Adressen: Die aktuelle wissenschaftliche Mitteilung zur Funktionstherapie ist unter Koordination von Dr. Imhoff, Köln, und PD Dr. Ahlers, CMD-Centrum Hamburg-Eppendorf, entwickelt worden.
Wo finden Sie CMD-Spezialisten?
Die DGFDT führt auf Ihrer Website ein Verzeichnis qualifizierter CMD-Spezialisten. Der erste von der DGFDT zertifizierte CMD-Spezialist für Funktionsdiagnostik und -therapie in Norddeutschland war PD Dr. M. Oliver Ahlers, Gründer des CMD-Centrum Hamburg-Eppendorf nach langjähriger Leitung der CMD-Sprechstunde im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Mehr über PD Dr. Ahlers
Mittlerweile ist das CMD-Centrum Hamburg-Eppendorf eine der führenden Einrichtungen in der Diagnostik und Therapie von CMD, Zähneknirschen (Bruxismus) und Zahnverschleiß. Das Team arbeitet nicht nur nach den aktuellen Leitlinien - es hat sie mitgeprägt! Und der Standort gegenüber dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf ist nicht nur gut erreichbar, er ermöglicht enge Kooperationen mit den Kolleginnen und Kollegen im dortigen Kopfzentrum, speziell in der zahnärztlichen Prothetik, der Kieferorthopädie sowie den Kliniken für Kieferchirurgie, Neurologie und Radiologie.
Neben PD Dr. Ahlers umfasst das Spezialistenteam mittlerweile zusätzlich die Kollegen Tim Petersen, Dr. Lukasz Katzer und Jakob Röhl - alle aus dem UKE ins CMD-Centrum gewechselt. Als Spezialisten untersuchen und behandeln sie deutlich mehr CMD-Patienten als die Sprechstunden großer Universitätskliniken, mit Patienten aus Luxemburg bis Litauen. Dafür ist die Praxiseinrichtung im CMD-Centrum optimiert, ergänzt durch modernste Messinstrumente und spezielle Software - beides entwickelt das Team im Rahmen eigener Forschungsprojekte laufend weiter.
Vereinbaren Sie einen Untersuchungstermin
Sofern Sie an einer CMD, Bruxismus oder Zahnverschleiß (abgeriebene Zähne) leiden vereinbaren Sie einen ausführlichen ersten Untersuchungstermin.
Die Praxisräume liegen genau zwischen dem ICE-Bahnhof Dammtor sowie vom internationalen Hamburg Airport und sind von dort jeweils in 15 Minuten per Taxi (Flughafen) oder Bus (ab Bahnhof mit dem CityTicket gratis) zu erreichen. Wenn Sie mit dem Auto anreisen finden Sie im Haus eine öffentliche Quartiersgarage.
Feedback & Bewertungen
Die Zufriedenheit unserer Patienten erkennen Sie an unseren Bewertungen im Internet: Sowohl bei Google als auch dem Arztbewertungsportal Jameda werden wir mit einer 1 bewertet - das macht uns stolz! Wir werden alles dafür tun, dass unsere Leistung auch in Zukunft immer „sehr gut“ bleibt.
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